Der Film „Wasser — das große Geheimnis“: was davon bleibt

MIM-2 ist kein Medizinprodukt und ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln oder zu lindern. Bei gesundheitlichen Problemen konsultieren Sie immer einen Arzt. Dieser Artikel dient Bildungszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar.

An dieser Stelle stand bei uns ein eigener Text über die russische Dokumentation „Wasser — das große Geheimnis“ aus dem Jahr 2006. Wir haben ihn heruntergenommen. Dieser Beitrag erklärt, warum.

Der Film diente uns als Argument. Es gibt eine seriös wirkende Dokumentation über Wasser, also muss das Thema seriös sein: ungefähr so lief das. Der Schluss ist schwach, und wir wollen uns nicht länger darauf stützen.

Ein Film ist eine Form. Schnitt, Musik und Tempo können jedem beliebigen Satz Glaubwürdigkeit verleihen, auch einem, der zufällig stimmt. Der Zuschauer im Sessel kann das eine vom anderen nicht unterscheiden, weil ihm der Film dafür keine Zeit lässt. Ein Hersteller, der sich auf eine fremde Dokumentation stützt, borgt sich Glaubwürdigkeit von der Form. Eine Messung kommt in dieser Rechnung gar nicht vor.

Deshalb bauen wir nichts darauf. Wir beschreiben stattdessen unseren eigenen Rahmen, und der hat drei Teile.

Erstens: ein Name, der etwas bedeutet. Magnetostrukturierung heißt bei uns eine Handlung, die sich in der eigenen Küche wiederholen lässt — ein Gefäß mit Wasser steht etwa eine Stunde lang neben dem laufenden MIM-2. Mehr nicht. Eine physikalische Definition legen wir dem nicht unter, und eine Veränderung, die wir nicht zeigen können, kündigen wir nicht an.

Zweitens: offen genannte Signalparameter. Wir geben an, was sich mit einem Messgerät erfassen lässt: eine mittlere Impulswiederholrate von etwa 4 und 12 Hz, eine Impulsdauer von rund 0,2 ms, eine Induktion unter 5 μT. Diese Zahlen beschreiben das Gerät. Über das Wasser im Glas sagen sie nichts.

Drittens: ein Ritual ohne Versprechen. Ein paar Minuten am Abend sind dann etwas wert, wenn sie täglich zur selben Stunde wiederkehren, denn die Wiederholung allein gibt dem Tag eine Ordnung. Ein Geheimnis muss dafür nicht dazukommen.

Der filmische Rahmen läuft andersherum. Zuerst steht das Versprechen, dann wird etwas gesucht, das es trägt, und eine Messung wird nie gebraucht. Wir sagen das bewusst allgemein und ohne Beispiele: Fremde Behauptungen zusammenzufassen, selbst um sie zu widerlegen, verlängert ihr Leben.

Die Faszination für Wasser ist dabei völlig in Ordnung. Wasser ist für den Körper tatsächlich eine Grundbedingung: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit nannte in ihrer Stellungnahme von 2010 Referenzwerte für die Zufuhr, 2,5 Liter pro Tag für Männer und 2,0 Liter für Frauen, gerechnet über alle Getränke und das Wasser in der Nahrung, bei gemäßigter Temperatur und gemäßigter Aktivität. Die meisten von uns erreichen diese Zahlen nicht. In Ordnung ist die Faszination nur so lange, wie sie sich nicht als Wissenschaft ausgibt.

Das Leben ist im Erdmagnetfeld entstanden und steht bis heute darin; ein Tag unter Dach und im Auto ändert nur, wie viel davon bei uns ankommt. MIM-2 ergänzt sie durch ein Impulsfeld mit den oben genannten Parametern, hat über dreißig Jahre Anwendungsbeobachtung hinter sich und bleibt ein Wellness-Gerät, ohne Diagnosen und ohne gesundheitliche Versprechen.

Der Text, der hier stand, war keine Lüge. Er war eine Abkürzung: Eine fremde Form sollte die Arbeit unserer eigenen Sätze übernehmen. Uns sind die eigenen lieber, auch wenn sie weniger versprechen.

MIM-2 ist kein Medizinprodukt und ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln oder zu lindern. Bei gesundheitlichen Problemen konsultieren Sie immer einen Arzt. Dieser Artikel dient Bildungszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar.

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